Seit der vergangenen Woche am Donnerstag besteht für ausgewählte MobileMe User die Möglichkeit, einen Beta-Test der neuen Mail-Applikation im Internet durchzuführen. Nachdem auch wir am vergangenen Wochenende die Gelegenheit zum Testen der neuen Version von Mail hatten, wollen wir euch natürlich einen kleinen Einblick nicht vorenthalten. Als erstes fällt sofort die an die Mail.App vom iPad angepasste Optik der Oberfläche auf. Des Weiteren hat Apple ebenfalls einige neue Funktionen hinzugefügt, wie beispielsweise Regeln, mit denen eingehende E-Mails sofort in unterschiedliche Ordner verschoben werden können. Dies geschieht natürlich alles, bevor die Mails auf dem Endgerät landen. Derzeit funktioniert dies jedoch noch nicht mit der Push-Funktion, so dass die per Regel in die Ordner verschobenen E-Mails nur durch einen manuellen Reload der Mail-Applikation auf dem iPhone, iPod bzw. iPad angelangen. Zurzeit werden von Apple standardmäßig drei Regeln zur Verfügung gestellt. So lassen sich beispielsweise E-Mails in einen ausgewählten Ordner bzw. in den Papierkorb verschieben und E-Mails an eine andere E-Mail-Adresse weiterleiten. Hierzu kann als Auswahlkriterium entweder die Absender- bzw. Empfängeradresse, die CC-Adresse oder selbst bestimmte Begriffe, die im Betreff der entsprechenden Mail enthalten sind, ausgewählt werden.
Außerdem neu in dieser Version der MobileMe Mail-Applikation ist die Single-Click-Archivierung. Dabei ist in der Menüleiste ein neuer Button aufgetaucht, der automatisch einen neuen Ordner mit dem Namen “Archiv” erstellt und die ausgewählte(n) E-Mail(s) dort hinein verschiebt.
Ebenfalls hat Apple jetzt zwei weitere neue Ansichten hinzugefügt, um die Mails besser im Blick zu haben. So kann derzeit neben der bereits bekannten klassischen Ansicht auch eine dreispaltige “Widescreen”-Ansicht mit Ordner, Mail-Übersicht und der Mail-Ansicht angezeigt werden. Des Weiteren stellt Apple eine Kompakt-Ansicht bereit, die nur auf das nötigste reduziert wurde und fast der alten zweispaltigen Ansicht ähnelt.
Fazit:
Durch die angepasste Optik an das iPad wirkt die neue Version mehr und mehr wie eine richtiger Desktop-Ersatz. Die von Apple versprochene Leistungssteigerung konnten wir selbst feststellen, dadurch wirkt auch der Arbeitsablauf flüssiger. Mit der Möglichkeit Regeln für ausgewählte E-Mails zu erstellen, hat Apple wieder einmal den Anwender aus der Seele gesprochen. Die Funktion war deshalb bereits überfällig. Dennoch darf das Beta-Stadium der Mail-Applikation nicht in Vergessenheit geraten, denn derzeit sind von Apple noch einige Probleme bekannt. Dazu zählen die nicht vorhandenen externen POP-Accounts und die Sprache, die aktuell nur in Englisch zur Verfügung steht. Ebenfalls steht im Moment noch nicht die bei den Anwender beliebte Funktion “Quick-Replay” zur Verfügung. So könnte es aber auch gut möglich sein, dass die beiden oben genannten Funktionen aber dennoch in der finalen Version Einzug halten.








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